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Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf den Heimischen Immobilienmarkt hat, bespricht Ing. Michael Schmidt, Geschäftsführer der 3SI Immogroup

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Immobilienmarkt: Werte werden eher steigen

21.04.2020

Auswirkungen der Corona-Krise auf den Immobilienmarkt: Werte werden eher steigen

Welche Auswirkungen die Corona-Krise auf den heimischen Immobilienmarkt hat, dazu gibt es branchenintern unterschiedliche Ansichten und Einschätzungen. Ing. Michael Schmidt über die Stabilität der Wohnungspreise, das ungebrochene Interesse an Eigentumswohnungen und die neue Wichtigkeit von Freiflächen.

„Wenn manche Makler jetzt von sinkenden Preisen sprechen, können wir das nicht wirklich nachvollziehen“, zeigt sich Ing. Michael Schmidt, Geschäftsführer der 3SI Immogroup, überrascht: „Zugegeben, die generelle Nachfrage ist zu Beginn etwas zurückgegangen, aber spätestens zwei Woche nach der Einführung der ersten Maßnahmen sind die Anfragen allerdings wieder deutlich gestiegen. Das Kaufinteresse der echten Investoren ist weiterhin ungebrochen. Viele haben sich während der letzten Wochen online, etwa mittels 360-Grad-Touren oder durch Videos über für sie interessante Immobilien informiert. Und nachdem wir alle aktuell relativ viel Zeit in den eigenen vier Wänden verbringen, steigt, so unsere Annahme, in den Köpfen vieler Interessierter der mit einer Wohnung assoziierte Wert sogar. Besonders auffallend ist der Anstieg an „konkreten“ Nachfragen von Eigentumswohnungen mit Balkon oder Terrasse, also Freiflächen aller Art.“

Im Gegensatz zu Vor-Corona-Zeiten sei die Zahl der „Wohnungs-Touristen“, also jener, die sich Wohnungen nur einmal kurz anschauen wollen, stark gesunken. Schmidt: „Jene, die gerade jetzt an Immobilien interessiert sind, sehen den Wohnungskauf als Investition in und für die Zukunft! Als klar wurde, dass nach Ostern wieder, natürlich unter Einhaltung aller gesetzlicher Bestimmungen, Besichtigungen durchführt werden können, gab es bereits viele Voranmeldungen von Interessenten. So wie wir bei Ausbruch der Pandemie von 100 auf 0 gestoppt wurden, so schlagartig nahm das Geschäft diese Woche wieder Fahrt auf, quasi von 0 auf 80, 90. Unsere Makler besichtigen laufend – selbstverständlich mit Mundschutz und Sicherheitsabstand – und wir bekommen konkrete Kaufangebote.“

Im Neubau gab es laut Schmidt anfangs zwar eine gewisse „Verunsicherungsphase“ bei potentiellen Käufern, diese habe sich aber nach den Klarstellungen schnell wieder gelegt. Schmidt: „Bei keinem unserer Neubauprojekte gibt es bislang Zeitverzögerungen.“

Und selbst bei der Immobilien-Königsdisziplin Zinshaus sieht Schmidt eine optimistische Grundstimmung vorherrschen: „Zinshäuser sind das Paradebeispiel für Betongold. Und die Nachfrage von „echten“ Interessenten ist auch in diesen Tagen ungebrochen hoch. Immobilien werden deshalb weiterhin ihren Wert behalten!“

Foto: © Congerdesign/Pixabay

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